Eindrucksvolle Vorstandsschulung 2017

Mehr als 40 Vorständler aus 12 Vereinen des Kreisschützenverbandes Pinneberg waren der Einladung zur jährlichen Vorstandsschulung gefolgt. Der Kreisvorsitzende Jens Büchner begrüßte alle herzlich und dankte für das zahlreiche Erscheinen.


Am Vormittag referierte Henning Jahn vom Versicherungsbüro des LSV über die Sportversicherung sowie deren Ergänzungsverträge speziell für Schützenvereine.
Er räumte ein hartnäckiges Gerücht aus der Welt, nämlich dass Gastschützen im Bogensport nicht versichert wären. Der Versicherungsschutz für Gastschützen schließt alle Disziplinen des Schießsports ein.


Henning Jahn


Unter dem Schutz der Sportversicherung stehen alle satzungsgemäßen Aktivitäten der Vereine. Hier sollten die Vereine im Zweifel ihre Satzung prüfen, gerade wenn es um nicht-sportliche Veranstaltungen geht.
Henning Jahn und sein Team stehen jederzeit für Fragen zur Verfügung. Er bat darum, dass die Vereine sich schon früh in der Planungsphase einer Veranstaltung an ihn wenden, um den Versicherungsschutz eindeutig abklären zu können.
Henning Jahn informierte kompakt und ging auch noch nach seinem Vortrag auf individuelle Fragen ein. Zudem wurden den Teilnehmern schriftliche Informationen in die Hand gegeben, die für die Vereine nützlich sind.

In der Mittagspause gab es wie im Vorjahr Grünkohl mit „allem drum und dran". Alle ließen sich das Holsteiner Traditionsgericht schmecken. Trotz der üppigen Mahlzeit blieb noch Platz für ein Eis zum Nachtisch. Schulen und Schlemmen gehört bei den Schützen zusammen!

Am Nachmittag stand auf Anregung von Kreisjugendleiterin Martina Peetz das Thema Kinderschutz auf dem Programm. In Zusammenarbeit mit dem Kreissportverband Pinneberg wurde der Diplom-Sozialpädagoge Ulrich Kaulen eingeladen. Vom KSV waren der Geschäftsführer Karsten Tiedemann und die Sportwissenschaftlerin Christa Nordwald vor Ort, welche mit einigen Fakten aus dem Kreis Pinneberg den Einstieg in das Thema gestalteten.
Seit 01.01.2012 besteht das neue Kinderschutzgesetz, das Kindern umfangreichen Schutz vor Gewalt jeglicher Art zusichert. Dessen Umsetzung ist auch für Träger der freien Jugendhilfe bindend, also auch für alle Sportvereine. Der Kreissportverband hat in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Pinneberg an alle Vereine mit Jugendabteilung eine Trägervereinbarung geschickt. Diese haben von unseren 16 Schützenvereinen mit Jugendarbeit bereits 9 unterzeichnet zurückgeschickt. Des weiteren bietet der Kreissportverband zahlreiche Aus- und Fortbildungen zum Thema an. Christa Nordwald verteilte eine Broschüre der Sportjugend Schleswig-Holstein, die konkrete Handlungshilfen und Adressen von Ansprechpartnern vor Ort enthält, wenn ein Verdachtsfall von Übergriffigkeit bestehe.

Nach den Fakten und Zahlen aus dem Kreis Pinneberg erhielt Ulrich Kaulen das Wort. Er stellte sich und seinen Werdegang vor und lud zu einem Wechsel des Blickwinkels ein: statt Kindeswohlgefährdung zu fürchten, solle man eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen und gemeinsam für Kindeswohlförderung sorgen. Auch das vielzitierte Schreckgespenst des erweiterten Führungszeugnisses relativierte er. Es gehe nicht darum, langjährige Trainer und Betreuer vorzuführen: „Machen Sie deutlich, dass bei Ihnen aufgepasst wird und laden Sie Ihre Mitarbeiter ein, dabei zu sein."

 
                 Ulrich Kaulen


Den Schulungsteilnehmern wurde dann ein eindringlicher Film gezeigt: „Der Trainer war der Täter". Dieser aufwühlende Film regte zum Diskutieren an, wozu der Referent auch ausgiebig Gelegenheit gab. Es stellte sich die Frage, ob Körperkontakt überhaupt noch angebracht sei. Ulrich Kaulen erklärte, dass Sport ohne Berührungen gar nicht möglich sei. Es käme aber darauf an, wie man damit umgehe. Hilfestellungen könne man erklären, das verstünden auch schon kleine Kinder. Auch andere Berührungen seien nicht komplett tabu, wie z.B. eine tröstliche Umarmung. Hier sei ein guter Anhaltspunkt, wenn das Kind selbst auf den Erwachsenen zugehe.
Abschließend ließ er die Teilnehmer in kleinen Gruppen darüber sprechen, wo in den eigenen Vereinen Gefährdungen liegen könnten. In seinem Schlusswort gab Ulrich Kaulen allen noch mit auf den Weg, dass sie immer die Kindeswohlförderung im Blick behalten sollten.

   

Jens Büchner bedankte sich bei den Referenten und bei den Schulungsteilnehmern für Ihre Aufmerksamkeit und Mitarbeit.

Text/Fotos: Martina Peetz

Verbandsrat sucht neue Wege für den Kreiskönig

Die jährliche Sitzung des Kreisverbandsrates am 6. November 2017 in Quickborn begann mit den Berichten des Vorstandes. Der Vorsitzende Jens Büchner berichtete von einem ereignisreichen Jahr im Kreisschützenverband Pinneberg und bedankte sich bei seinem Vorstand und Beirat für die gute Zusammenarbeit.


Bernd Sinner, stellvertretender Kreisvorsitzender, erstattete einen Kurzbericht von der kürzlich abgehaltenen Landesbeiratstagung. Das Landesleistungszentrum wird weiterhin laufend renoviert, zuletzt waren Dacharbeiten nötig.
Der Kreisschatzmeister Klaus-Jürgen Bruhn stellte fest, dass der Kreisverband finanziell gut aufgestellt sei.
Die Kreissportleiterin Ute Larsen berichtete über die umfangreiche sportliche Arbeit im Kreis und die Erfolge der Pinneberger Sportschützen. Wie gewohnt werden alle Statistiken und Ergebnisse im nächsten Verbandsheft abgedruckt.
Zuletzt wurde von der Kreisjugendleiterin Martina Peetz der Jugendbericht verlesen. Sie wies darauf hin, dass ein Punkt der nächsten Vorstandsschulung das Thema Kinderschutz sein wird, das auf Anregung der Kreisjugendleitung auf die Tagesordnung gesetzt wurde. Hier ergänzte Jens Büchner mit einem Appell an die Vereine, viele Teilnehmer zur Schulung am 25. November anzumelden, denn das Thema Kinderschutz gehe alle an.

Als nächstes wurde der Terminplan für 2018 besprochen, und es gelang dank der Bereitschaft des Schützenvereins Weidmannsheil Lieth, seinen Königsball zu verschieben, keine Doppelbelegung zu erzielen.

Zu einer fruchtbaren Diskussion kam es beim Tagesordnungspunkt Kreiskönig. Die Teilnahme am Kreiskönigsschießen war in den letzten Jahren stark rückläufig, deshalb wurde die Versammlung nicht zum ersten Mal nach neuen Ideen befragt. In diesem Jahr wurden tatsächlich Vorschläge z.B. zur Verlängerung der "Amtszeit" und zur Verlegung der Proklamation gemacht, die der Kreisvorstand zur Erstellung eines neuen Konzeptes aufgenommen hat. Jens Büchner bemerkte bildhaft: "Wir müssen neue Wege gehen und wenn wir uns verlaufen, müssen wir eben wieder umkehren - oder auch nicht."

Nachdem noch letzte Mitteilungen überbracht waren, schloss Jens Büchner die Sitzung mit einem einfachen "Gut Schuss".

Text + Fotos: Martina Peetz


Vorstandsschulung in Heede für Leib und Seele

Am 26. November 2016 fanden sich 40 Schützen der Vereine aus dem Kreisverband Pinneberg zur Vorstandsschulung im Gasthof Heeder Damm ein. Der stellvertretende Kreisvorsitzende Jens Büchner zeigte sich sehr erfreut über den großen Zuspruch nahezu aller Vereine aus dem Kreisgebiet.

Interessante Vorträge und die hervorragende leibliche Versorgung des Teams der Familie Behncke machten die eintägige Schulung zu einer runden Sache.

Vormittags informierte Karsten Tiedemann, Geschäftsführer des Kreissportverbandes Pinneberg, über die vielfältigen Förderungsmöglichkeiten für Sportvereine auf Kreis- und Landesebene. Hier wies er besonders darauf hin, dass in jedem Fall vor Durchführung einer Maßnahme die Förderungsrichtlinien auf der Homepage des KSV gelesen werden sollten und dann telefonisch mit ihm das Vorgehen abgesprochen werden sollte, damit eine volle Mittelausschöpfung erreicht werden kann. Noch ist der KSV in Pinneberg angesiedelt, aber der Umzug nach Elmshorn in die Beseler Straße (Nähe Amtsgericht/Bismarckschule) steht in Kürze an, dann gibt es eine neue Telefonnummer!

    

Nach Karsten Tiedemanns Vortrag gab es ein schmackhaftes Grünkohlessen. Auf diesen deftigen Schmaus spendierte die Barmstedter Schützengilde als Heimatverein des Veranstaltungsorts einen Verdauungskümmel.

Den Nachmittag gestaltete der Schießstandsachverständige Ralph Nolte vom Schützenverein Quickborn-Renzel. Er referierte über aktuelle Änderungen in der Sportordnung. Anschließend widmete er sich der gültigen Schießstandordnung sowie den Betreiberrichtlinien für Schießstätten. Ralph Nolte wies darauf hin, dass bei baulichen Veränderungen zuerst mit einem Schießstandsachverständigen abgestimmt werden sollte, welche Materialen verwendet werden dürfen, damit bei der Abnahme keine bösen Überraschungen folgen und Arbeiten doppelt gemacht werden müssen.

Zum Schluss ging Ralph Nolte noch auf die Erfordernisse für Altersgrenzen bzw. für Ausnahmegenehmigungen ein. Er empfiehlt ein Informationsblatt für Eltern und Ärzte, damit alle nötigen Unterlagen gebracht werden können und der Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für Kinder seitens der Behörde nichts im Wege steht.

Die Vorstandsschulung verlief harmonisch und sehr informativ in den ansprechenden Räumlichkeiten des Gasthof Heeder Damm. Im kommenden April ist bereits die nächste veranstaltung geplant: der Kreisschützentag wird bei Familie Behncke stattfinden.

Text/Fotos: Martina Peetz


Der Kreisschützenverband Pinneberg trauert um seinen
1. stellvertretenden Kreisvorsitzenden Uwe Bichel

Völlig überraschend erreichte uns die Nachricht, dass Uwe Bichel am 07.12.2014 im Alter von 70 Jahren verstorben ist. Er hat uns, seinen Vorstandskollegen, trotz seiner schweren Krankheit, immer wieder das Gefühl gegeben, es wird schon wieder werden und hat sich dabei tatkräftig in die Verbandsarbeit eingebracht.

Sein ehrenamtliches Engagement begann in den 70er Jahren als Vorsitzender des Postsport Vereins Uetersen, der 1999 in die „Uetersener Sportgemeinschaft“ umbenannt wurde. Krankheitsbedingt gab er 2008 dort die Vorstandsarbeit in jüngere Hände. Auch andere Vereine profitierten von seiner Idee, den Bogensport weiter zu entwickeln. Beim TSV Holm hat er seit der Gründung (1989) tatkräftig die Bogensparte aufgebaut. Durch seine Hilfe und sein Fachwissen konnte der Bogensport auch in weiteren Vereinen, z.B. in Tornesch und in Borstel-Hohenraden etabliert werden.

Für seine langjährige Tätigkeit bei der USG wurde Uwe Bichel 2010 dort zum Ehrenmitglied ernannt.

Neben seiner Vereinstätigkeit war er auch über mehrere Jahre als Landesbogenreferent tätig. Mehr als zwei Jahrzehnte arbeitete er, mit einer Unterbrechung, als Kreisbogenreferent im Kreisschützenverband mit. Die Ausbildung der Jugendlichen lag ihm besonders am Herzen. Sein Spruch war immer „Die Jungen werden mit den Alten alt und die Alten bleiben durch die Jungen jung“.

2011 wurde Uwe Bichel zum stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Seine Liebe gehörte nach wie vor dem Bogensport und der Pressearbeit. Von seinen schnellen und aktuellen Texten und Bildern lebte und lebt unsere Homepage.

Wir, der Kreisschützenverband Pinneberg, trauern um einen zuverlässigen, gelegentlich auch querdenkenden Schützenbruder, dem wir zu großem Dank verpflichtet sind und ein ehrendes Andenken bewahren werden.

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Familie.


 




Kreisschützenverband Pinneberg | Bgm.-Diercks-Str. 41 | 25336 Klein-Nordende | Telefon: 04121-94891

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